26. Mär 2026
Manchmal verlaufen Karrierewege alles andere als geradlinig. Michaels Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich Interessen entwickeln, Chancen ergeben und wie aus einem ursprünglich ganz anderen Berufsfeld schließlich eine Tätigkeit in der IT wird.
Lesezeit: 3 Minuten
Aufgewachsen in England und Irland, führte Michaels Weg zunächst nicht in die Technologiebranche, sondern in die Geisteswissenschaften. Während seines Geschichtsstudiums nutzte er die Gelegenheit für einen Erasmus-Aufenthalt in Freiburg und verbrachte dort eine Zeit, die nicht nur seine Verbindung zu Deutschland prägte, sondern auch persönlich eine besondere Rolle spielte. Dort lernte er seine Frau kennen, die als Austauschstudentin aus Kanada ebenfalls vor Ort war.
Nach dem Studium zog es beide zunächst weiter nach Griechenland, wo sie als Englischlehrer im Norden des Landes arbeiteten und in ihrer Freizeit auch den ein oder anderen Ausflug zum Skifahren in die Berge machten. Doch mit der Rückkehr nach England wurde ihm klar, dass der Lehrerberuf für ihn langfristig nicht der richtige Weg war.
Nach der langen Arbeitspause war der Wiedereinstieg herausfordernd, gibt Franzi zu. Und empiriecom ist ihr erster remote Job. Sprich, fürs Onboarding ging es von Berlin nach Bamberg und von dort nach Weismain, wo sie vom Coaching-Team und ihrer neuer Führungskraft Melli mit offenen Armen empfangen und durch den ersten Arbeitstag begleitet wurde.
Die vielen neuen Eindrücke, Menschen und Informationen während ihres Onboardings waren teils überwältigend für Franzi, allerdings auch im positiven Sinn. Dass Meetings bei empiriecom z. B. immer pünktlich oder sogar vor der Zeit beginnen, war neu für sie und eine positive Überraschung - besonders im Vergleich zu ihrem Start-up zuvor ;) . Durch ihre langjährige Arbeit in internationalen Arbeitsumfeldern, war auch die eher deutsch geprägte Teamstruktur eine neue Erfahrung, genauso wie die Konzernstruktur in der sich empiriecom bewegt. Beides ist für Franzi jedoch kein Widerspruch zu dem Gestaltungsspielraum und der Freiheit, die sich ihr durch ihre Rolle als Agile Coach und Scrum Masterin bei empiriecom bieten und für die sie sehr dankbar ist.
Zurück in London begann Michael beim British Council zu arbeiten, einer Organisation vergleichbar mit dem Goethe-Institut. Während er dort vor allem Austauschprogramme organisierte, entwickelte er zunehmend Interesse an technischen Themen. Sein beruflicher Wechsel in die IT erfolgte schrittweise aber bewusst: Parallel zur seiner Arbeit absolvierte er berufsbegleitend seinen Master am Birbeck College in London und vertiefte seine Kenntnisse eigenständig. Schließlich nutzte er die Gelegenheit, intern in eine IT-Rolle zu wechseln.
In den folgenden Jahren arbeitete Michael mit verschiedenen Systemen, fand jedoch früh seinen Schwerpunkt im CMS Drupal. Für ihn wurde schnell deutlich, welches Potenzial in dem System steckt: „Drupal hat viele Probleme gelöst, für die man sonst sehr viel Zeit investieren musste.“
Nach einer Phase der Selbstständigkeit führte ihn sein Weg in verschiedene Unternehmen, unter anderem zu einer Agentur in Heidelberg und später zu einem Verlag in Offenburg. Dort war er maßgeblich am Aufbau mehrerer Plattformen beteiligt, darunter Portale rund um Kochen und Backen inklusive enger Zusammenarbeit mit Redaktion und Content-Produktion.
Der Wechsel zu empiriecom ergab sich schließlich über ein persönliches Treffen auf der DrupalCon mit dem Team Inspire und so ist Michael seit Dezember ist Michael Teil des Teams und arbeitet im Projektumfeld rund um das CMS.
Sein Einstieg war geprägt von einem schnellen Onboarding und einem direkten Einblick in die Unternehmenskultur. Besonders positiv hebt er die Offenheit und den Umgang miteinander hervor: „Es sind sehr freundliche und ehrliche Leute – man merkt, dass hier viel Wert auf Zusammenarbeit gelegt wird.“ Trotz der räumlichen Distanz - Michael arbeitet aus dem Südwesten Deutschlands - fühlt er sich gut eingebunden und als Teil des Teams, denn dafür sorgen die vielfältigen Formate für Austausch und Zusammenarbeit.
Inhaltlich arbeitet Michael aktuell vor allem an der Performance des CMS. Ein konkretes Ziel ist es, die Ladezeiten beim Speichern von Inhalten deutlich zu reduzieren mit dem Anspruch, hier spürbare Verbesserungen zu erreichen.
Darüber hinaus sieht er großes Potenzial im Einsatz von KI im CMS-Umfeld. Insbesondere für Redakteur:innen könnten sich neue Möglichkeiten ergeben, Inhalte effizienter zu erstellen und Kampagnen schneller umzusetzen. Dabei bleibt KI für ihn immer ein reflektierstes Thema, denn er versteh sie als Werkzeug zur Unterstützung und nicht als Ersatz für eigenes Denken und fachliche Kontrolle.
Mit Blick auf die kommenden Entwicklungen sieht Michael vor allem in der Arbeit mit neuen Kunden und Projekten großes Potenzial. Die Möglichkeit, unterschiedliche Technologien und Open-Source-Lösungen flexibel einzusetzen, betrachtet er als spannende Chance für die Weiterentwicklung von Produkten und Teams.
Für ihn steht fest: Frontend- und CMS-Architektur sind keine rein technischen Details, sondern entscheidende Faktoren dafür, wie gut sich digitale Produkte langfristig entwickeln lassen.
Michaels Weg zeigt, dass der Einstieg in die IT nicht zwangsläufig linear verlaufen muss. Entscheidend sind Neugier, Lernbereitschaft und die Offenheit, neue Wege zu gehen. Heute bringt er nicht nur technisches Know-how mit, sondern auch vielfältige Erfahrungen aus unterschiedlichen Kontexten und prägt damit seine Art zu Arbeiten.
Und genau diese Perspektiven machen Teams langfristig stärker.