29. Sep 2026
Wer für ein Thema zuständig ist, sollte es auch voranbringen können. Klingt selbstverständlich, im Arbeitsalltag ist das aber nicht immer so einfach.
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Eine klare Zuständigkeit allein reicht nicht aus, damit Verantwortung tatsächlich übernommen werden kann. Vielleicht fehlt das nötige Wissen, vielleicht darf eine wichtige Entscheidung nicht selbst getroffen werden. Oder es ist gar nicht deutlich, was genau zum eigenen Verantwortungsbereich gehört.
Bei empiriecom gehört eigenständiges Arbeiten fest zu unserer Zusammenarbeit. Wir möchten, dass Menschen ihre Themen selbstständig bearbeiten und Entscheidungen treffen können. Dafür müssen allerdings verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein.
Ein Modell, mit dem wir uns dabei beschäftigen, betrachtet vier wichtige Aspekte:
Erst wenn diese vier Punkte zusammenkommen, kann jemand ein Thema wirklich in die Hand nehmen.
Auch das Wollen spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht jede Person möchte Verantwortung für jede Aufgabe übernehmen und nicht jede Aufgabe passt zu den eigenen Interessen oder Stärken. Das ist auch völlig in Ordnung, solange offen damit umgegangen wird.
Das Modell verändert den Blick auf Situationen, in denen etwas nicht funktioniert. Nicht immer fehlt die Bereitschaft. Manchmal fehlt eine der anderen Voraussetzungen, um handeln zu können.
Im Arbeitsalltag arbeitet niemand völlig für sich. Eine Entscheidung braucht häufig Informationen aus einem anderen Bereich, ein Arbeitsschritt baut auf einem anderen auf oder an einer Stelle ist das Wissen einer anderen Person gefragt.
Hier setzt die Idee der komplementären Verantwortung an.
Sie richtet den Blick nicht nur auf den eigenen Verantwortungsbereich, sondern auch auf die Schnittstellen zu anderen. Das Zusammenspiel kann dabei sowohl intern mit Kolleg:innen als auch extern mit Kund:innen oder anderen Stakeholdern eine Rolle spielen. Wichtig ist, dass klar ist, wer welchen Beitrag leistet und wie die einzelnen Bereiche zusammenspielen.
Eigenverantwortlich zu arbeiten, heißt deshalb nicht, alles allein lösen zu müssen. Es bedeutet, die eigenen Schnittstellen zu kennen und auch zu erkennen, wann andere beteiligt werden müssen.
Für uns bei empiriecom gehört deshalb beides zusammen: Verantwortung zu übernehmen und den Rahmen dafür zu schaffen, dass das auch möglich ist.
So wird aus einer Zuständigkeit etwas, das im Alltag tatsächlich funktioniert.
Denn manchmal braucht es gar nicht mehr Verantwortung, sondern die richtigen Voraussetzungen, um sie übernehmen zu können.